AUSTRALIAN BIRD STUDY
ASSOCIATION Inc.
Australische Vögel - eine
Einführung [This page kindly translated by Jonny
Schoenjahn] Australien beherbergt
über 670 Vogelarten. Einige davon, insbesondere unter
den See- und Watvögeln, sind von der gleichen Art wie
ihre europäischen Verwandten. Andere sind
europäischen und amerikanischen Vogelarten so
ähnlich, dass sie die gleichen Namen tragen, wie z.B.
Pieper oder Schwalben. Manche sind in der Tat
europäischen und amerikanischen Vogelarten nahe
verwandt. Viele jedoch sind sehr, sehr andersartig. Seevögel:
Dazu gehören Möven und Albatrosse, sowie viele
Zugvögel, die jedes Jahr zwischen der nördlichen
Hemisphäre und Australien hin und her ziehen. Am Strand
von Broome im Nordwesten treffen sich Vogelbeobachter aus
aller Welt um die wegziehenden Trupps zu verabschieden. Wir
beringen sie oder markieren ihre Flügel, so dass
Wissenschaftler sehen können, dass der markierte Vogel
in Australien zu Gast war. Sind Sie schon mal einem so
gekennzeichneten Vogel irgendwo begegnet? Wasservögel:
Bekannte Gesichter sieht man hier bei den Enten, den
Sumpf- und den Blässhühnern, und natürlich
bei den Watvögeln, die man ja überall sonstwo auch
antreffen kann... Überflieger:
Eine stattliche Anzahl der Greifvogelarten sind zwar
verschieden von denen in Europa, würden aber in einem
Horst bei Ihnen um die Ecke kaum auffallen. Der
Keilschwanzadler (Wedge-tailed Eagle) kann wirklich enorm
groß werden. Diese beiden hier sind ein
Schwarzachselaar (Letter-winged Kite) und ein Habichtfalke
(Brown Falcon): Große
Vögel: Den Emu trifft man fast überall
an sobald man aus der Stadt heraus kommt. Um einen von nahem
zu sehen verstecke man sich hinter einem Busch und schwenke
seinen Hut auf einem Stock. Der große Vogel kommt dann
neugierig näher. Jedenfalls hat man mir das so
erzählt. Ein Emuei ist so groß wie vierzig
Hühnereier. Der Helmkasuar (Southern Cassowary) bewohnt die
Regenwälder im Norden von Queensland. Er hat einen
großen Hornfortsatz auf seinem Kopf - ganz wie ein
Mohikanerhaarschnitt! Man weiß nicht genau wofür
der wirklich gut ist. Feld-, Wald- und
Wiesenvögel: Der weiße Mann hat mit
seinen Schiffen und durch den Handelsverkehr Vogelarten
eingeführt, die man heute in Stadt und Land hier als
Schädlinge einstuft: Star, Haussperling, Goldfink, und
auch den indischen Hirtenmaina - agressiv verdrängen
sie unsere einheimischen Vogelarten. Und verwilderte
Haustauben gibt es ohnehin auf der ganzen Welt. Darüber
hinaus haben die Amsel ebenso wie eine ganz Reihe anderer
Arten ihre Zelte für immer hier aufgeschlagen. Wundersame
Gesellen: Ein paar Arten aber tanzen total aus
der Reihe, sie haben mit dem Rest der ganzen Vogelschar
wenig gemein: Das Männchen des Thermometerhuhns
(Malleefowl) kratzt mehrere Tonnen Laub auf einen
Haufen zusammen, seinen Bruthügel. Das Weibchen legt
die Eier hinein, und die Vermentationswärme
brütet die Eier aus. Das Männchen hält die
Temperatur im Bruthügel durch Auf- und Zudecken mit
zusätzlichem Laub konstant. Darüber vergisst
es, dass das Weibchen ihre Runde bei den benachbarten
Bruthügeln, und Männchen, macht. Genauso
unfair! Die Honigfresser (Honeyeater) ernähren
sich von Blütennektar; ihre speziell ausgebildete
Zunge beweget sich dabei etwa zehn mal pro Sekunde hin
und her. Lachende Hanse (Laughing Kookaburra) haben gut
lachen. Kein Wunder, sie sitzen den lieben langen Tag auf
einem Eukalyptusbaum und machen nur ab und zu mal einen
Sturzflug auf einen Engerling oder eine Echse. Triele - gibt es wirklich - sie laufen hier
unter den Namen Langschwanztriel (Bush Stone-curlew) und
Rifftriel (Beach Stone-curlew). Pinguine fliegen nicht, ausgenommen unter
Wasser. Zwergpinguine (Little Penguins) brüten im
tiefen Süden. Wissenschaftler stecken ihre Hand in
die Bruthöhlen um die Jungen zum Beringen
herauszunehmen, immer in der Hoffnung, dass nicht etwa
eine Schlange drin wohnt. Auf jeden Fall riecht man bald
so schrecklich nach Vogelkot, dass ein Tod durch
Schlangenbiss fast eine Erlösung sein muss! Abwesenheiten:
Bei uns gibt es keine Spechte, aber
Mistelfresser. Auch gibt es hier keine Nachtigallen oder
Nashornvögel. Papageien:
Ganz ohne anzugeben geht es nun mal nicht. Wir haben die
wunderbarste Kollektion der farbenprächtigsten
Piepmätze weit und breit. Oder haben Sie noch nie einen
Wellensittich (Budgerigar) gesehen? Im Original ist der
Budgie gelb und grün, und kommt im Landesinneren in oft
riesigen Schwärmen vor. Der Gelbschwanz-Rußkakadu
(Yellow-tailed Black-Cockatoo) ist sowas wie eine Kreuzung
von einer Fliegeralarmsirene mit einem Bolzenschneider! Mit
ihren Schnabel brechen sie die härtesten Pinienkerne
spielend auf. Wetten, dass Du es nicht schaffst! Forschung: Duch diese Untersuchungen wissen wir, dass viele unserer
kleinen Singvogelarten wesentlich länger leben als die
entsprechenden Arten in Europa oder Amerika. So ein winzig
kleiner Vogel von nur 6 Gramm Gewicht kann mehr als 10 Jahre
alt werden. Neue Techniken werden angewandt, wie etwa der Einsatz von
Radio- und Satellitensendern. Dadurch erhält man
umfangreichere und präzisere Informationen, aber diese
Geschichten sind nicht gerade billig. Viele Leute jedoch genießen es einfach, raus an die
frische Luft zu kommen und die Vögel nur zu beobachten.
Eine ganz wunderbare Freizeitbeschäftigung. Der Rest dieser Webseite handelt davon, was unsere
Gesellschaft so alles macht. Wir unterstützen die
Erforschung unserer Vogelwelt um herauszufinden, was wir
unternehmen können um sie nicht zu verlieren. Um mehr über die Tätigkeiten der Vogelforscher
zu erfahren, klicken Sie bitte hier. Um mehr Bilder von australischen Vögeln zu sehen,
klicken Sie bitte hier. Um mehr über den Schutz des Warzenhonigfressers
(Regent Honeyeater) zu erfahren, klicken Sie bitte hier. Dies ist ein Gelbschnabelliest (Yellow-billed
Kingfisher). Ein Wissenschaftler hat ihn gefangen um ihn
für die zukünftige Identifizierung zu
beringen.

Klicken Sie auf die Bilder für das Originalformat.
Photos © Copyright Graham CamDer Seidenlaubenvogel (Satin Bowerbird)
sammelt blaue Gegenstände, mit denen er seine
"Laube" dekoriert - eine Art Tunnel aus aufrecht
stehenden Zweigen, der Boden übersäht mit
seinen Schätzen, alle in blau:
Plastikschraubverschlüsse von Milchflaschen,
Strohhalme, Wäscheklammern, Papierschnipsel. Die
Milchflaschenhersteller mussten schliesslich die Farbe
der Verschlüsse ändern. All das dient dazu,
Frau Seidenlaubenvogel zu beeindrucken. Ist dies
geschafft, so bleibt die Aufzucht des Nachwuches ganz
alleine ihr überlassen, derweil Mister
Seidenlaubenvogel in seiner Laube auf die nächste
Besucherin wartet. Wie unfair!

Ein Thermometerhuhn (Malleefowl) am Bruthügel.
Photo © Copyright Dick Walker, Malleefowl
Preservation Group.
Ein Warzenhonigfresser (Regent Honeyeater) füttert
ein Junges.
Photo © Copyright to David Geering
Ein Zwergpinguin (Little Penguin).
©
Photos
supplied by and copyright to Karen Bayly
Wie anderswo auf der Welt auch gibt es hier viele Leute, die
die Vögel studieren und beringen. Wird ein beringter
Vogel später wieder gefangen, so kann man daraus
lernen, wie weit er geflogen ist und wie lange er lebt.
Manche ortstreuen Vögel sind schon etliche Male
gefangen und wieder freigelassen worden.